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KRIMINALGESCHICHTEN
© Barbara Henrike Schuhrk 2016
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Ausschnitt aus der bislang 20teiligen Serie

LARRY MALCOLM:

Badewannentango

 Als man sie fand, war es schon zu spät. Ihre Seele hatte bereits aus den Einschnitten am Handgelenk ihre sterbliche Hülle verlassen. Blut bildete rote Lachen auf weißen Badezimmerfliesen. Großen Augen starrten leblos an die Decke, lange Haare umspielten strähnig den bleichen Körper. Es schien, als wollten ihre Lippen, sanft wie zu einem Kuß geöffnet, ein letztes Mal nach Luft schnappen. „Schade,“ dachte Larry Malcolm. Zwar waren ihm während seiner Dienstzeit schon einige Leichen in  den unterschiedlichsten Stadien der Nacktheit begegnet, doch diese hier empfand er als reichlich  nackt. Und ziemlich hübsch. Sie ließ ihn schlucken. Sein Kollege Bob Stevens beobachtete ihn vorsichtig. Larry Malcolm, Superintendent seines Zeichens,  war eine Anhäufung menschlicher Schwächen: Sarkastischer Humor, böser Zynismus, dauernden  Fluchen, übermäßiger Alkoholkonsum - von Nikotin ganz zu schweigen. Aber kriminalistisch war und blieb er unerreichbar. Larry schritt die Wanne entlang, ohne seinen Blick von der Toten zu wenden. Ihre Schuhe standen fein säuberlich neben der Badezimmertür, ihr seidener Morgenrock lag über dem Waschbecken. Sonst gab es nichts, was nicht aussah, wie in jedem anderen Bad auch. Bis auf sie. Und das rötliche Wasser, dessen süßlich - fleischiger Geruch zunehmend aufdringlich  wurde. Malcolm machte kehrt und betrat das Wohnzimmer. Still blickte er sich um. Eine Flasche  Rotwein auf dem Tisch. Er nahm sie, betrachtete das Etikett und nickte zufrieden. Das Weinglas schob er vorsichtig zur Seite, um es der Spurensicherung zu hinterlassen. Der Wohnzimmerschrank, Erle,  umsäumt von Blumen. Monoton drehte sich der Plattenteller auf einem Bord. Larry stoppte ihn, hielt vorsichtig die Schallplatte ans Licht. „Argentinischer Tango,“ brummte er seinem Kollegen zu und legte die LP wieder zurück. Suchend ging sein Blick über die weiteren Möbel. Sessel in Blau, ein antiker  Sekretär, viele Gewächse - alles ordentlich. Stevens folgte ihm still, wagte nicht die Überlegungen  seines Chefs zu unterbrechen. Die Küche. Chaotische Ordnung, durchgestylt, Chrom, schwarz und weiß, Buche - nichts auffälliges. Das Schlafzimmer - begehbarer Schrank mit verführerischen Kleidungsstücken. Schmunzelnd versank Stevens im Anblick duftiger Dessous, als Larry ihn vorwurfsvoll ansah und  stumm auf das Bett wies. Durchgewühlt, eine Tablettenschachtel. Cyclobarbital, ein hochwirksames Schlafmittel, eine  Rasierklinge mit Hautfetzen, schon erhärtet und doch noch feucht und mit gesundem Teint. Ein  Schauer lief Stevens den Rücken hinunter. Er fühlte sich unwohl. Es lag auf der Hand, daß sein Chef  nach etwas forschte, daß ein reiner Suicid ihm nicht in den Sinn kam. Das bedeutete vor allem viel Arbeit. Schlaflose Nächte, viel Alkohol, Dispute mit dem Chef des Yard -  nichts als Ärger. Seit drei Jahren arbeitete er an Malcolms Seite und bisher verlief jeder Fall nach diesem Schema.  Unruhig trat Stevens von einem Fuß auf den anderen. Dann kam das erhoffte Zeichen: „Was meinst du, Bob?“„Ganz klar, Selbstmord!“ beeilte sich dieser zu sagen. Larry grinste von einem Ohr zum anderen. „Natürlich... Na, komm. Laß uns gehen und der  Spurensicherung den Rest überlassen.“ Langsam gingen sie zu Larrys altem Volvo. Der zähe Londoner Nieselregen legte sich sanft über sie  und sprach Bände über ihre Stimmung. Kaum hatte er den Zündschlüssel gedreht, schüttelte Malcolm den Kopf. „Stevens, sei so gut und warte noch einen Augenblick. Ich habe das dumpfe Gefühl, irgend etwas nicht bemerkt zu haben. Und ich  weiß noch nicht was.“ Nochmals blickte er sich um. Was hatte er übersehen? Die Gewissheit, dass kein Selbstmord war. Zögernd betrat er das Bad. Die schöne Tote lag wartend da, sprach von einem  erfüllteren Leben, als es einfach so zu beenden. Neugierig öffnete er den Badezimmerschrank, sein  Blick flog über die üblichen Utensilien. Nichts. Larry schüttelte unzufrieden den Kopf, wanderte ins  erneut Wohnzimmer. Er öffnete den Sekretär und entdeckte sofort einen handgeschriebenen Brief,  eher Notizen: „Wandern entlang des Abgrundes, Leben. Ewige Lust zum Tanz auf dem Vulkan, zum Balance-Akt kurz vorm Absturz. Glück, Depression. Glückliche Depression? Leben in Extremen, den Tod als Freund... Feuchte, schaurig-warme Küsse, bevor er nach dir greift...“ Sofort fühlte sich Malcolm zuhause, ja, verstanden. Aber, sollte sie sich doch selbst? Nein, das kann  ich nicht glauben, beschloß er und steckte das Schreiben sorgfältig in seine Tasche. Vorsichtig sah er in den anderen Fächern nach. Papiere, Umschläge - hier sollte er  noch einmal in Ruhe umsehen. Erneut ging er in die Küche, stöberte in den Schränken; entdeckte im  Müll eine Jack-Daniels-Flasche. Sein böses Grinsen konnte er sich nicht verkneifen: Sie wurde ihm noch sympathischer... Er ließ den Papierkorb offen stehen, um der Spurensicherung ein Zeichen zu setzen  und kehrte zurück zu seinem Wagen. Alles war zu auffällig, zu deutlich sollte der Suicid auf der Hand liegen. „Inszeniert,“ brummte er mißgestimmt. „Mit Sicherheit alles inszeniert,“ dachte er sich und reichte  Stevens den Zettel. Dessen Gesicht erhellte sich sofort. „Ich wußte es direkt - Selbstmord. Wunderbar, der Fall ist abgeschlossen. Kommst du morgen mit zum Fußballspiel? Es wird ein herrliches  Wochenende...“ Ein Blick Larrys’ hieß ihm zu schweigen. Unsicher sah er zu seinem Chef. „Kein Suizid??? Larry, mach  keinen Scheiß, bitte interpretiere doch nichts... Mir ist nicht nach Überstunden und langen Grübeleien. Deine Catherine ist drei Wochen außer Haus, laß uns die Männerabende genießen. Der Fall ist  abgeschlossen.“ Doch spätestens, als Larry am nächsten Pub hielt, wußte Stevens, daß er seine Hoffnungen schleunigst begraben sollte. Es würde ein langwieriger, komplizierter Fall werden. Wie alle, die er mit Larry zu  lösen hatte... Schweigend genoß Malcolm die wabernde Stimmung im Pub. Rauchschwaden zogen durch den  dämmerigen Raum, pausierende Arbeiter, leichte Mädchen in noch leichteren Röcken und  Alkoholkranke lehnten an der Theke. Die richtige Umgebung um seinen Überlegungen nachzuhängen, befand er zufrieden. Seine Gedanken schweiften ab und kehrten erneut zu der Toten zurück. Mit jedem Whiskey wurden sie schärfer. All seine Hoffnung setzte er nun auf Igor. Igor, eigentlich Richard McHugh, der Chefpathologe des Yard, der dank seiner Kellertätigkeit zu diesem Spitznamen kam, war ein Genie. Immer fand er das Unauffindbare, engagierte sich bis zum Umfallen, solange er nicht seine düsteren Räume verlassen mußte und sein Whiskey in der Leichenhalle kalt  gestellt war. Ein vernichtender Blick traf Bob Stevens. Wenn er doch auch er nur manchmal etwas motivierter  wäre... Stevens spürte die Gedanken seines Kollegen. „Wir sollten vielleicht die Eltern der Toten  suchen? Und befragen...“ fragte er zaghaft. Larry nickte, vernichtete den nächsten Alkohol und begann leise zu grübeln. „Wie würdest du dich umbringen? Wenn ich mir das Leben nehmen will, lege ich mir nicht vorher einen tollen Tango auf - zumal es noch ein hocherotischer Tango-Part war. Ich würde  mich vermutlich auch nicht nackt in die Wanne legen, um meiner Nachwelt ein schönes Bild zu  erhalten,“ grinste er frech. „Mit dem Wein, das ist okay. Aber auch der Brief lag mit zu offensichtlich  mitten im Sekretär. Es war kein Abschiedsbrief. Und private, intime Gedanken lege ich vorsichtiger ab, verstecke sie, lege sie an die Seite - aber nicht an eine Stelle, wo sie als erstes auffallen...“„Meinst du  nicht, daß du etwas übertreibst? “Larry schüttete das nächste Glas hinab und erhob sich.  „Irgendetwas stört mich...“ Zurück im Yard klingelte Malcolm sofort bei der Spurensicherung durch. Dort erfuhr er, daß die  Kollegen sich erst soeben an die Arbeit gemacht haben, der Bericht ihm so schnell als möglich  vorliegen werde. Also bestimmt einen Tag später. Mißgestimmt schlug er Bob auf die Schulter. „Komm, laß uns zu Igor gehen. Vielleicht ist sie ja schon bei ihm. Er wird sicher seine Freunde an Susan  haben...“ Gemeinsam erreichten sie das Untergeschoß des Gebäudes. McHugh eilte ihnen entgegen, lächelte süß. „Was für ein Tag. Nicht nur, daß ihr mit Londons schönste Frau schickt, nein, ihr kommt mich auch noch selbst besuchen...“ Und etwas vorwurfsvoll fügte er hinzu: „Ganze drei Tage hat sich keiner von euch hier unten blicken  lassen. Es ist einsam hier im Gewölbe, wenn nicht hin und wieder jemand Lebendes erscheint...“Larry lachte. Die trockene Sprache des Pathologen, seine Freude, ja sein Genuß am Job - es war immer  wieder unfassbar, wenn auch reichlich makaber. Sie folgten Igor in sein bizarres Reich. Der Geruch war erträglich, da die Luft die Leichen kühl hielt.  Zudem waren der größte Teil der Kundschaft schon lange genug da, um die übelsten Stadien der  Verwesung bereits hinter sich zu haben. Bis auf die frischen. Wie sie. „Hast du Susan schon  begutachtet?“„Susan?“„Die Neue,“ grinste Larry mit Schaudern. "Susan Creek, jene dort drüben...“„Als erstes mußte ich sie begrüßen,“ erwiderte Igor knurrig. „Natürlich habe ich schon erste Blicke auf sie geworfen. Mit Freude, mit Freude... Aber untersucht habe ich sie noch nicht. Zunächst einmal habe ich die Weinflasche, das Glas, das Whiskeyfläschchen und ein paar andere Dinge zum Test weitergeleitet. Aber - wir haben ja bald Wochenende - ich werde mich also bald um sie kümmern und mir einige  gemütliche Überstunden mit ihr machen...“ Malcolm schickte Bob zur Berichterstattung zu Lord Pembroke, dem Chef des Scotland Yard. Er selbst vergnügte sich mit den trockenen Ermittlungen und versuchte so viele Informationen wie möglich aus dem Computer zu bekommen. Susan Creek, ledig, wohnhaft in der Golden Street in Soho - jener ersten Straße des Viertels, in der  Statuen von Charles II. die meiste Gebäude zieren - war angestellt in einer Werbeagentur. Normaler  Posten, keine besonderen Merkmale. Ihre Eltern, Sean und Tory Creek leben in der Oakley Road, einer Nebenstraße des Chynes Walk. Begehrte Adresse. Er ist - anscheinend gutverdienender - Ingenieur,  über sie war nichts bekannt. Verärgert schlug Larry mit der flachen Hand auf den Bildschirm. Nichts. Zumindest nichts, was in  irgendeiner Weise hilfreich sein könnte. Er befeuchtete seine Kehle mit dem üblichen Kaffee-Cognac-  Mix, als Bob grinsend erschien. „Pembroke ist für einen geschmackvollen Suicid. Bevor wir wieder Leichen fleddern und halb London verrückt machen, so meint er, wäre ein hübscher Selbstmord doch mal eine Abwechslung...“ Larry  sprang derart auf, das sein Stuhl fast gegen die Wand flog. „Ihr seid doch verrückt! Du kannst mir  doch nicht erzählen, daß unser hochheiliger Chef...“ „Doch,“ nickte Stevens zufrieden und sah sein Wochenende als gerettet an. „Dann bin ich hier im falschen Verein,“ brüllte Malcolm erbost und schlug die Tür hinter sich zu. Erst nach dem nächsten Whiskey verbesserte sich seine Stimmung ein wenig. „Alkohol im Dienst, ich weiß, lieber Pembroke. Aber Geschichten zu fälschen - das ist nicht mein Stil.  Das sollten wir der "Sun"überlassen, die in drei Tagen über uns herfällt, wenn sie nichts besseres  findet und ich keinen Mörder liefere...,“ redete er mit sich selbst. Die „Sun“ war das Stichwort.  Catherine fehlte ihm. Noch drei Wochen war sie auf Recherche auf dem Festland. Erst vier Tage hatte er hinter sich - und gerade jetzt hätte er ihren Beistand gut gebrauchen können. Nach dem zweiten  Whiskey beschloß Larry die Eltern des Mädchens umgehend aufzusuchen. Und nach dem fünften  wußte er, daß er sich zunächst einmal mit Bob vertragen sollte... Sie trafen die Eltern der Verstorbenen nicht an. Mißmutig fuhren sie noch einmal zurück zum Tatort. Malcolm schickte seinen Kollegen in die Küche, er selbst wollte sich zunächst das Badezimmer vornehmen. Die Leiche war entfernt, doch in der Wanne faulte das Wasser noch still vor sich hin. Angewidert zog  Larry den Stöpsel heraus, flitschte die Tropfen gegen die Kacheln. „Banausen,“ schickte er seine  Gedanken an die Kollegen der Spurensicherung. Erneut durchsuchte er alles, doch konnte wieder  nichts entdecken. Nicht mehr als zuvor. Stevens kam in der Küche zunächst zu dem gleichen Ergebnis, um sich dann das Schlafzimmer vorzunehmen. Larry kümmerte sich um den Wohnraum. Wippend lauschte er den ersten Takten des Tangos, entdeckte dann eine Bar im Schrank. Sofort  gehörte der alte Sherry ihm. Bob kehrte kopfschüttelnd aus dem Schlafzimmer zurück und goß sich ebenfalls ein. Gemeinsam  machten sie sich an den Sekretär und wurden bald fündig: In einem kleinen Seitenfach lag ganz  hinten ein handbeschriebener Block. „Allein diese Stimme versetzt mich in andere Welten. Wenn er wollte, so würde ich ihm noch am  Telefon meine Seele verkaufen. Träume, Ängste, Lust, ja, Lebenslust weckt er in mir. Bin ich erwacht  aus einem tiefen Schlaf, den ich Leben nannte?“ stand auf dem ersten Blatt. Auf dem zweiten folgten Überlegungen anderer Art: „Wie kann ich es ihm sagen? Ich kenne ihn nicht, weiß nur um die Werte des anderen. Und doch... Ich muß es ihm sagen.“ „Scheint im Zwiespalt gewesen zu sein, die Gute,“ brummte Stevens, Larry nickte versunken. „Jetzt  müßten wir wissen, von wem die Rede ist. Nun, es ist keine heiße Spur, aber immerhin... Über die  Eltern werden wir gewiß etwas über einen eventuellen Partner erfahren. Nachher versuchen wir über die Telefongesellschaft herauszubekommen, mit wem die Dame in den vergangenen Wochen  telefoniert hat. Vielleicht kommen wir auf diese Weise weiter.“ Kaum waren sie im Yard angekommmen, klingelte es. Igor sprach von neuen Ergebnissen. Neugierig  betraten sie das Labor. Der Pathologe war eifrig über die Tote gebeugt. Das Whiskeyglas stand neben ihm auf der Bahre, die Pfeife schmauchte auf dem Seziertisch. Ruckartig drehte er sich um: „Ach, ihr  seid schon da. Ich dachte schon, ich würde gerade auf frischer Tat ertappt,“ lächelte er vergnügt und  wies auf seine beiden anderen Leidenschaften. „Ich habe schon etwas herausgefunden, nicht viel, aber immerhin. In der Whiskey-Flasche wurde ein  Anti-Brechmittel nachgewiesen. Diphenhydramin, ein starkes Medikament. Im Zusammenhang mit  Alkohol, wirkt es betäubend. Zudem sorgt es in der entsprechenden Menge dafür, daß ein eventuell  später verabreichtes Gift mit tödlicher Sicherheit wirken kann. Zu diesem kann ich noch nicht viel  sagen. Aber es gibt auch noch ein Problem.“ Eine lange Atempause erhöhte die Spannung. „Susan Creek hat keinen Alkohol im Blut. Zumindest konnte ich bisher nichts dergleichen entdecken.  Nach einer Flasche Rotwein und mehreren Schlucken Whiskey eine erstaunliche Feststellung.  Stattdessen jedoch fand ich das Schlafmittel Cyclobarbital und Pyrithyldion, ein Beruhigungsmittel,  sowie eine hochtoxische Konzentration zweier anderer Gifte, die ich noch nicht identifizieren konnte. Nebenbei - Pyrithyldion ist schon seit Jahren nicht mehr in Westeuropa im Handel. Stellt sich also die Frage, wie die Tote an dieses Medikament kam.“ Larry nickte zufrieden. Nach wenigen Minuten hakte er nach. „Igor, du hast viel herausgefunden. Aber was konkret sagt uns das alles?“ „Stümper,“ fauchte Mc Hugh amüsiert. „Also noch einmal für die Laien unter uns: Das Antibrechmittel spricht dafür, daß Susan ein Gift zu sich genommen haben könnte, ob freiwillig oder nicht, sei  dahingestellt. Auf jeden Fall sollte ausgeschlossen werden, daß dieses Gift durch die normale Reaktion des menschlichen Körpers - also den Brechreiz - wieder abgestoßen werden könnte. Könnt ihr mir bis hierhin folgen?“ Stevens und Malcolm nickten einstimmig. „Mit Alkohol zusammen wirkt dieses  Medikament betäubend - für dich Larry, etwa vergleichbar mit dem Genuß zweier Flaschen Whiskey.  Aus der leeren Rotweinflasche und dem Whiskeyfläschchen sollte man schließen, daß die Tote beides  geleert hat, zumindest anteilhaft. Aber - und das ist etwas, was mir noch Kopfzerbrechen bereitet - in ihrem Blut fand ich keinen Alkohol. Das kann ich mir überhaupt nicht erklären, da es bisherige Funde völlig sinnlos macht. Es sei denn sie litt unter Übelkeit, wollte dagegen etwas tun, obgleich sie ihren  Tod plante. Völliger Quatsch also.“ Seine Kollegen stimmten erneut zu und lauschten gespannt den weiteren Ausführungen... „Da ich annehme, daß der Alkohol von ihr getrunken wurde, da sonst jeder Zusammenhang fehlen  würde, muß ich mir also noch etwas einfallen lassen. Dafür fand ich in ihrem Blut Cyclobarbitel. Das ist ein hochwirksames Schlafmittel, was in dieser  Menge einen ganzen Stall voller Elefanten umhauen könnte. Im Zusammenhang mit Pyrithyildion,  dem Beruhigungsmittel, müßte es jeden in einen Koma-ähnlichen Zustand versetzen. Da dieses Medikament nicht mehr im Handel ist, muß es mit einigem Aufwand besorgt worden sein.  Daraus wiederum schließe ich, daß Susan Creek entweder äußerst bewandert gewesen sein muß, um sich auf diese Art umbringen zu wollen, oder aber jemand einen Mordverdacht auf beste Art  verschleiern wollte. All diese Mittel waren nämlich nur betäubend, Brechreiz-hemmend oder  ruhigstellend. Wie gesagt bis zum Koma. Bei älteren Menschen könnte dies vielleicht zum  Herzstillstand führen, bei jüngeren jedoch keinesfalls, soweit sie gesund sind. Das bedeutet - nichts  von all dem wirkte tödlich. Die Gifte, die ich entdeckte vermutlich schon, aber ich habe noch keine  Ahnung, um was es sich handeln könnte...“ Larry atmete tief durch. „Das alles erschlägt mich. Aber - tippst du also auch auf Mord?“ Igor nickte  bedächtig. „Wenn man einen Suicid begehen will, gibt es vielerlei Wege. Aber auf alle Fälle einfachere, als diesen Medikamenten-Cocktail. Die Mühe macht sich niemand - es sei denn, man möchte den  Selbstmord vertuschen. Aber dagegen spricht genug...“ Larry blickte nun schon seit Stunden aus dem Fenster. Die Telefongesellschaft hatte versprochen, eine Liste der geführten Gespräche zu erstellen, doch da das Wochenende vor der Tür stand, konnte man  nicht mehr damit rechnen. Igor gab sein möglichstes, die Eltern der Toten waren unauffindbar. Ohne sie bestand zunächst keine Möglichkeit, etwas über etwaige Freundschaften zu erfahren, Nachbarn  wissen in der Regel nichts oder zuviel, die Ermittlungen lagen auf Eis. Was für einen Grund könnte eine Frau wie Susan Creek haben, sich umzubringen? Beruflich schien alles zufriedenstellend zu sein. Privat - sie stand scheinbar zwischen zwei Männern. Aber aus Entscheidungsnot den Freitod zu wählen, nein, das war nicht anzunehmen. Wenn sie von einem der beiden einen Korb erhalten hätte? Dann wäre  vielleicht der andere ein angenehmer Tröster. Also auch nicht. Nein, dachte Larry, sie wurde getötet. Ich bin mir sicher, Igor stimmt mir ebenfalls zu. Nur warum?  Wieder schloß der Superintendent berufliche Hintergründe aus. Geld? Dann nicht auf diese Weise. Eifersucht, Rivalität, Ängste oder Rache. Das naheliegendste in  solchen Situationen. Nur - wer gibt sich derart viel Mühe? Von der Raffinesse her würde ich eigentlich auf eine Frau tippen, grinste Larry in sich hinein. Männer sind da in der Regel schlichter. Sie töten mit Gewalt, Brutalität - selten sanft und leise. Aber das kann auch täuschen. Nachdenklich sah Malcolm seinen Freund Stevens an, der stumm vor sich hin stierte. Mit fragendem  Blick erwachte er aus seinen Träumen. „Komm, Alter, laß uns was trinken gehen. Und danach  versuchen wir noch einmal unser Glück bei Sean und Tory Creek.“ Langsam schob sich der Volvo in die Oakley Road und hielt erneut vor dem massigen, weißen  Gebäude. Erheblich heiterer als zuvor stiegen die Yard-Beamten die Stufen zur Haustür hinauf. Nach  einigen Minuten öffnete ein Hausmädchen, gehüllt in altmodische Uniform, die Tür: „Sie wünschen?“ „Superintendent Malcolm und Inspektor Stevens, Mordkommission des Scotland Yard,“ wie Larry sie  aus. „Wir würden gern mit Mister und Mrs. Creek sprechen...“ In einem hohen Raum mit dunklen,  überfüllten Bücherwänden, englischen Möbeln und einem wuchtigen, eisernen Kerzenständer  warteten die beiden auf die Eltern der Toten. Endlich öffnete sich die Eichentür... „Ich habe sie regelrecht auseinandergenommen. Kaum ein Teil ihres Körpers ist mir jetzt noch  unbekannt - nur schade, daß sie tot ist...“ Igor begrüßte sie mit dem ihm typischen Grinsen, dann  wurde er ernst: „In Niere und Galle fand ich den Wirkstoff Methaprylon, ein weiteres Schlafmittel, was gern auch als K.o. -Tropfen genutzt wird. In Verbindung mit Alkohol ein Gemisch, das zu  Bewußtseinsstörungen oder Bewußtlosigkeit führt. Daß sich dieser Stoff bereits in der Galle befand,  spricht dafür, daß das Gift bereits Stunden oder gar Tage vorher aufgenommen worden ist. Aber ich  konnte in ihrem Blut noch immer keinen Alkohol entdecken.Selbst durch die Koppelung von Gas-  Chromatographie und Massenspektroskopie, die selbst ein 0,5-milliardstel Gramm pro Gramm  Gewebe oder Blut entdeckt, bekam ich kein Ergebnis.“ Igor errötete vor Ärger. „Alles, was ich  herausgefunden habe ist wertlos, solange es nachweisbar keinen Alkoholkonsum gegeben hat. Es ist  erschütternd. Aber ich gebe nicht auf - und wenn ich noch Nächte brauche - irgendwann werde ich  fündig. Meine Erfahrung garantiert mir, daß dies ein genialer Mordfall ist, der fast Geschichte  schreiben könnte.“ Seine Gesten verliehen den Worten Nachdruck, dann wies er zur Tür. „Jetzt laßt mich arbeiten. Ich  melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt. Bis dahin brauche ich Ruhe.“ Er ging ans Telefon und klingelte bei der Spurensicherung durch. „Schickt mir alle Gegenstände, die im Bereich der Toten waren, die vor dem Exitus mit ihr in Berührung gekommen sein könnten. Alles!!!“ George Fiennes, laut Computer Entomologe im biologischen Institut der Universität, hockte vor einem überdimensionalen Mikroskop und beobachtete Milben. Als die beiden Beamten den Raum betraten blickte er auf und eilte ihnen entgegen. „Ich habe bereits auf sie gewartet,“ erklärte er und schüttelte ihnen die Hand. „Susans Eltern hatten mich bereits vor  ihrem Anruf unterrichtet und ich muß gestehen, daß ich hocherfreut war, zu hören, daß die  Mordkommission ermittelt. Ein Mensch wie Susan würde sich sicher nicht einfach umbringen.“  Unsicher fuhr er sich über die feuchten Augen. „Nichts kann sie wieder zurückholen, aber die Umstände können geklärt werden. Und ich bitte sie,  dies mit allen Mitteln zu tun.“ Larry nickte. „Es tut mir leid, wenn wir sie nun von ihrer Arbeit abhalten, aber wir möchten auch von ihnen so viel wie möglich über Susan erfahren. Niemand wird sie so gut  gekannt haben, wie sie, daher sind wir auf ihre Hilfe angewiesen.“ Die Liste der Telefongesellschaft lag endlich vor. Auffällig oft waren zwei Nummern gewählt worden,  sie sprangen Malcolm direkt ins Auge. Genüsslich lehnte er sich zurück, wählte die erste der beiden  Telefonnummern. „Fiennes, biologisches Institut,“ meldete sich die Stimme am anderen Ende. Verdutzt legte Larry auf. „Das war ihr Freund,“ teilte er Stevens mit. Damit hatten beide nun nicht  gerechnet. Skeptisch blickte Larry auf die Liste. „Sieh mal, Bob,“ wies er auf die Ziffern. Die andere  Nummer stimmte bis auf die letzten beiden Zahlen mit der ersteren überein. „Wieder die Uni?“ Larry zuckte mit den Schultern. Als am anderen Ende der Leitung eine warme, tiefe Stimme sprach,  wußte er Bescheid. „Das war er!“„Wieso bist du dir so sicher?“„Sie schrieb davon, daß sie ihm sogar  am Telefon ihre Seele verkaufen würde. Meine ist mir dafür zu schade - aber einen Staubsauger würde ich ihm sofort abnehmen,“ grinste er. „Paul Cornwell - Doktor der Chemie, studierte in den Staaten, in Frankreich und England. Wohnhaft  im besseren Teil Sohos, 46 Jahre alt, Eltern verstorben, tätig am biologisch-chemischen Instiut der  Londoner Universität,“ spuckte der Computer aus. „Chemiker,“ nickte Larry. „Ein Biologe beschäftigt sich mit dem Leben, ein Chemiker... !!! Mit Giften  wird er sich sicher sehr gut auskennen. Am besten fahren wir zu direkt zu ihm.“ Nach einer Dreiviertelstunde durch den dichten Verkehr erreichten sie den Universitäts-Komplex.  Kaum hatten sie das Gelände betreten, kam ihnen George Fiennes entgegen. Fragend sah er die  Beamten an. „Sie wollten zu mir?“ Larry lächelte freundlich und verneinte. „Ach, forschen sie parallel auch noch nach andern Fällen?“ hakte er nach. „Natürlich nicht, wir wollen uns nur gewissermaßen  weiterbilden,“ erklärte Malcolm um weiteren Fragen vorzubeugen. Nachdenklich blickte Fiennes ihnen nach, als sie das Gebäude betraten. Eine bebrillte Brünette wies ihnen den Weg zum Labor des Chemikers. Sie klopften, eine angenehme  Männerstimme bat sie herein. Als sie eintraten lächelte ihnen freundlich ein dunkelhaariger Mann  entgegen, der Larry wider aller Erwartungen direkt sympathisch war. Auch Bob musterte ihn erstaunt, hatten sich beide doch ein Bild von einem unsympathischen Forscher, einem vermeintlichen Mörder  gemacht, was durch den Giftmord und seinen Beruf schließlich nahe lag. Vorsichtig erklärte Malcolm ihr Anliegen. „Ich wußte es von ihrer Mutter. Sie hat mich direkt angerufen, hatte sie ihnen davon  nichts berichtet?“ Larry verneinte. „Vermutlich wollte sie der bisherigen Geheimhaltung nicht entgegenwirken,“überlegte Paul Cornwell. „Ich spreche nur sehr ungern darüber, möchte eigentlich mit meinen Gefühlen und Gedanken allein  bleiben, aber ich verstehe natürlich, daß sie mich aufsuchen - auch wenn ich nicht weiß, wie sie von  mir erfuhren. Susan und ich - wir lernten uns eher zufällig über einen beruflichen Kontakt kennen -  hielten unsere Bekanntschaft weitgehend geheim. Außer ihrer Mutter und einem Freund war bisher  niemand informiert.“„Bekanntschaft?“ Larry sah ihn fragend an. „Es war mehr,“ seufzte Cornwell. „Wir mochten uns sofort, es entwickelte sich mehr daraus. Doch sie war noch nicht frei, so hielten wir es  erst einmal geheim.“„Also auch nicht nur eine Affäre?“ Cornwell schüttelte energisch den Kopf. „Nein, es war ernst. Nur sollte ihr Freund - mit dem die Beziehung schon lange im Argen lag, es etwas  behutsamer von ihr erfahren. Sie hatte Sorge um ihn, da er zum einen sehr sensibel, zum anderen  sehr aufbrausend sein konnte.“ „Sie kennen ihn?" Die Antwort ließ auf sich warten. „Sicher,“ nickte der Befragte dann leise. „Wir arbeiten manchmal Hand in Hand, sehen uns hin und  wieder in der Kantine. Er ist kein schlechter Kerl, aber nicht der richtige für Susan.“„Waren sie der  richtige, oder weshalb haben sie sich in eine Beziehung gedrängt?“ provozierte Stevens. „Ich weiß es  nicht, aber ich denke schon,“ so die vorsichtige Antwort. „Nur - ich habe mich nicht in diese Beziehung gedrängt. Sie war kaputt, wir begegneten uns, ich ging auf sie zu und sie reagiert direkt. In mir habe  sie etwas gefunden, was sie sich immer erträumt habe, sagte Susan manchmal zu mir. Ich habe nicht mir ihr gespielt.“ Larry nickte, während er an die Notizen der Toten dachte. Mit einem Blick auf die Uhr stand er auf und bat darum, Cornwell in den nächsten Tagen erneut aufsuchen zu dürfen.  „Selbstverständlich stehe ich ihnen zur Verfügung.“ Zurück im Auto blickte Larry seinen Untergebenen fragend an. „Beide sind mir recht sympathisch,  beide schienen an ihr zu hängen. Cornwell als Chemiker hätte vermutlich mehr Ahnung von  Giftcocktails. Aufbrausend wirkte Fiennes nicht unbedingt auf mich. Vielleicht gibt es da noch andere Möglichkeiten?“ Der Superintendent stimmte ihm zu. Mc Hugh strahlte voller Stolz: „Das Handtuch - ich habe ein Lösungsmittel nachgewiesen,“ rief er ihnen regelrecht entgegen. In den Gesichtern seiner Kollegen zeichneten sich Fragezeichen ab. Igor grinste  selbstzufrieden. „Ich habe mir von der Spurensicherung alle Gegenstände aus der Umgebung der  Toten, alle Dinge, die vermutlich vor ihrem Tod mit ihr Kontakt hatten, kommen lassen und sie  erforscht. Akribische Untersuchungen, kann ich euch versichern. Am Handtuch konnte ich leichte  Verfärbungen entdecken, für die ich zunächst keine Erkärungen fand. Ich habe ihr Mikrospektrum mit einem Universal-Photometer untersucht, und enttarnte das hochflüchtige Lösungsmittel DMSO, also  Dimethylsuloxid. Dies ist ein Hautöffner, ein Transfer-Mittel, welches beispielsweise Salben beigemischt wird, um den schnellen Transport der Heilstoffe unter die Haut zu ermöglichen. In der reinen Form ist dieser Stoff nicht in Apotheken erhältlich,sondern wird normalerweise nur in der pharmazeutischen  Produktion benutzt. Nachdem ich von dieser Substanz ein eigentlich übersehbar winziges Partikelchen unter dem wohlgeformten Fuße der Toten entdeckte, ließ ich mir aus der Asservatenkammer die  Schuhe der Dame kommen. Dabei machte ich eine verblüffende Entdeckung. Die Schuhe waren von  dem Mittel regelrecht durchtränkt. Aus diesem Resultat schließe ich, daß Susan über die Haut ihres  Fußes - ein besonders empfänglicher Körperteil übrigens, eine Substanz verabreicht worden ist.  Schätzungsweise eines der Gifte, die ich in ihrem Leichnam feststellen konnte. Also eindeutig - Mord.  Und zwar ungeheuer raffiniert. Zudem konnte ich im Urin nun endlich Spuren von Alkohl nachweisen.“ Beifallheischend blickte er die Freunde an. Larry nickte stumm und fast ehrfürchtig vor dieser Flut von Ergebnissen. Igor setzte seinen Vortrag  fort: „Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß sie durch die Medikamente in einen fast narkotischen  Zustand versetzt worden ist, als ihr das tödliche Cyclobarbital zugeführt worden ist. Ich sage jetzt  tödlich, da dieses eigentliche Schlafmittel in dem jetzt geklärten Zusammenhang derart beruhigend  wirkt, daß aus dem Koma-ähnlichen Schlaf ein ewiger Schlaf wird. Und weil das meine eigentliche  Annahme war. Aber eben gerade habe ich tatsächlich in einigen Gewebezellen noch eine Entdeckung  gemacht. Wenn sich das, was ich vermute, tatsächlich bewahrheitet, ist der Mörder ein Genie!“ „Was fandest du?“ hakte Larry nach. Igor lächelte geheimnisvoll. „Nein, ihr müßt euch noch etwas  gedulden. Ich möchte sicher gehen, daß ich euch nichts falsches erzähle...“„Ich habe es!!!“ Igor schrie  förmlich in den Hörer. Nur wenige Minuten später erschienen Stevens und Malcolm in der Pathologie. Mc Hugh drückte jedem von ihnen ein Glas in die Hand, wies auf die Stühle und holte tief Luft: „Um  euch vorab zu beruhigen: Sie hat von all dem nicht viel mitbekommen. Das ist sehr tröstlich. Zunächst werden sich ihre Pupillen verengt haben, die Nase lief, Speichel floß unkontrolliert und die  ersten Beklemmungsgefühle traten auf. Nach 30 Minuten bekam sie Krämpfe, Lähmungen, die sich  auch auf das Gehirn auswirken. Nach fünf weiteren Minuten hatte sie es geschafft - Atemstillstand. So etwas wirkt auf den ersten Blick oft wie Herzversagen. Das ist einfach zu entdecken, einfach zu  manipulieren, zumal die toxikologische Untersuchung überaus kompliziert und langwierig ist, wie ihr bemerken konntet. Dafür halte ich mich nun kurz. Es geht um R-6199 - ist ein wasserlösliches Insektizid, sehr aktiv. Für  Insekten extrem gefährlich, für Menschen eigentlich nicht. Es sei denn die Umstände und auch die  Dosis fallen restlos aus dem Rahmen, dann wirkt es noch viel stärker als beispielsweise Sarin. Wenn  dieses Gift mit DMSO vermischt wird, wird die Resorption durch die Haut um ein vielfaches  beschleunigt - entsprechend auch die Giftwirkung. Ein zehntausendstel dieser Substanz ist in diesem  Fall völlig ausreichend. Somit war Cyclobarbital nicht der Todes-Auslöser, sondern nur ein Mittel um sicher zu gehen - und falsche Spuren in Richtung Selbstmord zu legen...“ Schlaflos wälzte sich Larry durch das Bett. Nicht nur, daß Catherine ihm fehlte. Er mußte ständig an  Susan Creek und ihren Mörder denken. Plötzlich wußte er es. Schnell sprang er auf, setzte sich in sein Auto und klingelte Minuten später bei Stevens. Dessen Frisur zeugte davon, daß wohl nur Larry  schlaflose Nächte hatte. „Was willst du denn hier?“ „Ich weiß es, ich kenne die Lösung!“ Knapp unterrichtete er seinen Freund und Kollegen über seinen  Verdacht. Die Whiskeyflasche kreiste bis in die frühen Morgenstunden. Mit dem erstem Vogelgezwitscher machten sie sich auf den Weg zu Yard und ließen sich vom  Computer mit Informationen füttern.... Fortsetzung folgt...;-)) . Sie wollen mehr von Larry Malcolm lesen? Dann galangen Sie hier zum Buch!